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Schwaaner Kulturförderverein

 

Veranstaltung 21. Oktober 2017

"Frauen soll man loben ... Tischgespräche im Hause Luther“

Der Überlieferung nach schlug Martin Luther am 31.10.1517 seine Thesen an die Tür der Schloss­kirche in Witten­berg. 2017 feiern wir daher das Refor­ma­tionsjubiläum, auch Luther-Jahr genannt. Aus diesem Anlass bietet der Schwaa­ner Kultur­förder­verein e.V. seinen Gästen am 21. Oktober in der Kunst­mühle eine Ver­an­stal­tung, die Ein­blick in das Fami­li­en­leben des berühmten Reformators gewährt.

In einem einstündigen Kammerspiel mit Anne Schierack (Gesang) und Frank Fröhlich (Gitarre) erleben die Besu­cher, wie Vor­le­sung und Suppe für die im Hause Luther woh­nen­den Studiosi zu­be­reitet werden. Zwischen dem Ehe­paar Luther ent­spinnt sich ein tem­pe­rament­voller Dis­put um Kirche und Kinder im All­ge­meinen und Martin Luthers und seiner Frau Zu­sam­men­leben im Speziellen ...

»Wenn ich noch einmal heiraten sollte, würde ich mir eine gehor­same Ehe­frau aus einem Stein hauen; anders bin ich ver­zwei­felt an aller Frauen Gehorsam.«

Luthers Frau, die ehemalige Nonne Katharina von Bora, ver­wal­tete und be­wirt­schaftete  den um­fang­reichen Besitz der Familie, betrieb Vieh­zucht und eine Bier­brau­e­rei und sicherte so den Wohl­stand der Familie. Luther nannte seine Frau auf­grund ihrer reso­luten Art auch „mein Herr Käthe“, wo­mit wohl klar sein dürfte, wer im Hause die Hosen anhatte.  »Es ist schwer genug, dich immer zu lieben, und es wird dir schwer genug, mich zu lieben und zu er­tra­gen, aber ver­lange nicht auch noch Gehor­sam! In einer Ehe kann immer nur einer gedei­hen, und bei Luthers in Witten­berg ist er schwer und feist geworden, und sie ist ein abgerackertes Weib ...«

Musikalisch umrahmt werden die Originaltexte Luthers aus seinen »Tisch­reden« von Musik der deutschen Refor­ma­tions­zeit, unter ande­rem von Luther selbst kom­po­niert, von Krieger, Rathgeber und Hammer­schmidt und Volks­liedern um­rahmt wie z.B. Die Kunst des Küssens, Tanzen und Springen, Die holde Nacht, Im Dunkeln ist gut munkeln, Der Brummbär oder Die Heißverliebte.

Informationen zu den Künstlern:

www.anne-schierack.de

www.frankfroehlich.de

Die Veranstaltung am 21. Oktober in der Schwaaner Kunstmühle beginnt um 19:00 Uhr.

Plakat

Veranstaltung 17. November 2017

Ungleiche Schwestern und Brüder“ in Ost und West ?
Geschlechterungleichheit vor und nach der Wiedervereinigung.
Vortrag und Gespräch mit Prof. Heike Trappe (Universität Rostock)

Für die diesjährige Veranstaltung in der Reihe Rostocker Pro­fes­so­ren zu Gast hat der Kultur­för­der­verein Frau Prof. Heike Trappe vom Ins­ti­tut für Sozi­o­logie und Demo­gra­phie der Uni­ver­sität Rostock ein­ge­laden. Heike Trappe leitet den Lehr­stuhl Sozi­o­logie mit For­schungs­schwer­punkt Fami­lien­demo­gra­phie. In ihrem Vortrag the­ma­tisiert sie Ge­schlecht­er­un­gleich­heiten vor und nach der deut­schen Wieder­ver­eini­gung. Dabei zeigt sie, dass das Ver­ständ­nis von Gleich­stel­lung einem fort­wäh­renden sozi­alen Wan­del unter­wor­fen ist. Gerade des­halb ist es so wich­tig eine Pers­pek­tive ein­zu­nehmen, die so­wohl sen­si­bel für spe­zi­fische Er­fah­rungen unter­schied­licher Gene­ra­tionen, aber auch für den sozi­alen Wan­del von Lebens­läufen ist. 27 Jahre nach der Wieder­ver­eini­gung lassen sich im Hin­blick auf Geschlech­ter­un­gleich­heiten im Erwerbs­system und in der Familie so­wohl Ten­den­zen einer Ost-West-An­nähe­rung als auch in um­ge­kehrter Rich­tung aus­machen. Im An­schluss an den Vor­trag gibt es Gele­gen­heit zum Gespräch und Ge­danken­aus­tausch.

 

 

 

 

...und sich auf die "ihr eigentlich naturgegebene Aufgabe" vorbereitet,  nämlich "dem geliebten Manne Gattin und den Kindern treusorgende Mutter" zu sein. (Frau im Spiegel)
http://www.wirtschaftswundermuseum.de/frauenbild-50er-1.html

 

 

 

 

 

http://www.vongestern.com/2011/06/ein-schlupfer-fur-den-sozialismus-ddr.html

Wann?       Freitag, 17.November, 19.00 Uhr

Wo?           Kunstmuseum Schwaan, Mühlenstraße 12

Eintritt:     6.-€, Schüler frei

Schwaaner Kulturförderverein

Fragen oder Anmerkungen: info@schwaan-kultur.de | Tel: 03844 - 810 750
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